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Malawi in Südost-Afrika hat gemeinsame Grenzen mit Mosambik, Tansania und Zambia. Malawi hieß früher Nyasaland und ist mit 83 Menschen per qkm eines der am dichtesten besiedelten Länder Afrikas.

Ein Viertel der Fläche Malawis ist Wasser. Zu den vier großen Seen des Landes gehört auch der Malawi-See, der viertgrößte See Afrikas, der sich in den gewaltigen Strom Zambezi ergießt. Gleichzeitig gehört Malawi zu den ärmsten Ländern der Erde und ist fast vollständig abhängig von der Landwirtschaft, sowie in der jüngsten Vergangenheit auch vom Fischfang.

Das Land hat nur spärliche natürliche Resourcen. Ein lichter Wald mit niedrigen Bäumen bedeckt große Teile des Landes. Der größte Teil der afrikanischen Tierwelt ist in Malawi vertreten, darunter Elephanten, Nashörner, Giraffen und Zebras. Flußpferde bevölkern die Ufer der großen Seen.

Im 17. Jahrhundert kamen jesuitische Missionare aus Portugal nach Malawi in die Gegend des Malawi-Sees. Dennoch drang die Kunde von der Existenz dieses Sees nicht nach Europa durch, bis der schottische Missionar und Forscher David Livingstone 1859 den See (wieder)entdeckte.
Die größte muslimische Volksgruppe in Malawi sind die Yao mit knapp einer Million Menschen. Die Yao lebten herkömmlicherweise an den Ufern des Malawi-Sees und handelten mit Sklaven und mit Elfenbein. Die rasche Ausbreitung des Islam unter den Yao läßt sich zwar auch teilweise auf ihre angestammten Verbindungen mit den arabischen Händlern zurückführen, der Hauptgrund liegt aber wohl in ihrem Mißtrauen den im Land ansässigen Europäern gegenüber, sowie in der feindseligen Haltung, mit denen ihnen die ersten europäischen christlichen Missionare begegneten.

Heute haben die Yao den Handel mit Sklaven und Elfenbein durch die Landwirtschaft ersetzt. Viele Männer arbeiten auch als Wanderarbeiter auf landwirtschaftlichen Gütern und in den Minen der Nachbarländer. Man schätzt, daß bis zu 30% der männlichen Yaobevölkerung außerhalb des Landes arbeitet. In der jüngsten Vergangenheit hat sich der Islam rapide ausgebreitet. Vor 40 Jahren gab es keine einzige Moschee, heute aber in jeder Stadt eine. Die durch die Erdölfunde reich gewordenen islamischen Länder pumpen große Geldsummen in dieses verarmte Land. Kuwait finanziert eine neue Autobahn unter der Bedingung, daß in bestimmten Abständen neue Moscheen errichtet werden.

Die früheren Wasserbohrprojekte werden vernachlässigt. Stattdessen gibt es immer mehr Wassertanks für ganze Dorfgemeinschaften, die dann aber nur von Muslimen genutzt werden können. Gerade durch diese Politik wird großer Druck auf die Frauen ausgeübt, sich zum Islam zu bekehren, da sie es sind, die das Wasser jeden Tag für die ganze Familie über weite Strecken tragen müssen.

Die Religionsfreiheit des Landes hat es der Afrikanisch-Muslimischen Vertretung ermöglicht, Malawi zu einem Ausgangspunkt für die Islamisierung des ganzen südlichen Afrika zu machen. Hatte Malawi einstmals die Chance, ein christliches Land zu werden, so ist der Islam aufgrund der Unterstützung aus den islamischen Ländern heute doch eindeutig im Vorteil.

Quelle: » http://www.ead.de/30Tage/kalender/99/02.htm