Bibeluebersetzung
Manchmal ist es recht anstrengend und entmutigend, wenn die Arbeit immer wieder unterbrochen wird oder sehr langsam voranzukommen scheint. Seit 4 Jahren läuft nun schon die Űbersetzungsarbeit an der ersten kompletten Bibel in der Yao Sprache. Es sind schon 21 Bűcher aus dem Alten Testament und 5 Bűcher aus dem Neuen Testament in Bearbeitung. Es wird űbersetzt, űberprűft, verbessert, von weiteren Personen űberprűft und nochmals verbessert, usw. Das läuft recht gut, aber dann gibt es viele Unterbrechungen: Beerdigungen sind hier ein sehr wichtiges Ereignis und muss man sich dort immer sehen lassen (das braucht nicht nur Stunden, sondern mindestens einen Tag), Stromausfälle (gibt kein Licht im Bűro, und die Computer laufen nur noch kurze Zeit), Administrative Arbeit (Löhne abholen, braucht oft auch einen Tag bei der Bank), Spannung mit anderen Religionen, besonders wenn persönlich angegriffen, bedrűckt manchmal, auch Krankheit und Weiterschulung unterbrechen. Letztes Jahr waren ja zwei der Űbersetzer in Sűdafrika zur Weiterbildung und im September geht nun der 3.Űbersetzer nach Kenia fűr ein Jahr weitere Ausbildung. Besonders unser ältester Űbersetzer leidet an einigen chronischen Krankheiten und ist öfters nicht wohl.
Gebetsanliegen: Gesundheit der Űbersetzer, dass sie mit Eifer und Weisheit an der Űbersetzung weiter machen.
Gott ist auch im Kleinen Groβ!
‘Mach die Augen auf, du kannst Jesus sehn…’ dachte ich mir neulich, als ich wieder viel vor hatte und es alles anders kam. Wir hatten Gäste eingeladen zum Essen. Dazu musste ich noch Reis und Kaffee kaufen. Gerade in dem Augenblick an dem ich los wollte, kam eine ältere Frau aus dem Dorf zu Besuch. Wie staunte ich, als sie mir ein Bűndel mit Reis aus ihrem Feld schenkte! Als sie ging, kam auch schon unser Gast und……….
Sie brachte Kaffee mit als Geschenk!
So werden wir doch immer wieder rechtzeitig versorgt! Ist euch auch schon so etwas passiert?
NÄCHTLICHE KONTRASTE
Vollmond.
Ein Flusspferd grunzt vor unserer Mauer, Frösche machen Konzert, lautes Trommeln und Singen klingt űber den Fluss
und hinter unserem Haus ertönt Discomusik aus einem Lautsprecher!
Der Dorfchef sagt:
“Mama, mach dir keine Sorgen um uns in der Gemeinde. Jesus versorgt uns. Die Christen in unserem Dorf haben alle eine gute Ernte gehabt!” In anderen Gegenden herrscht Hunger.
6 Säcke Mais
Mitmissionare wohnen recht abseits, also ‘im Busch’. Die Hungersnot ist in unserem Gebiet nicht űberall gleich groβ, denn in manchen Gegenden gab es eine gute Ernte. Doch andere leiden Hunger. Die Missionare dort bestellten 4 Säcke Mais fűr ein paar Waisenkinder, die sie versorgen. Die Bekannten kauften aber 6 Säcke Mais, warum, das wussten sie selber nicht. Als sie dem Missionar dann die 6 Säcke Mais brachten, dankte er Gott. Inzwischen hatte er nämlich festgestellt, dass er nicht 4, sondern 6 Säcke brauchte. Da er kein Telefon hat, und den Bekannten nicht erreichen konnte, wandte er sich im Gebet an Jesus. Und nun war das Gebet wunderbar erhört worden!
‘Er ist nicht gewachsen!’
meinte Jonan, als wieder jemand bemerkte, wie sehr unser Timon gewachsen wäre.
“Wie meinst du denn das?” fragte ich.
“Wenn ich zu ihm hoch gucke, ist er immer noch denselben Abstand zwischen mir und ihm.” War seine logische Antwort.
Daraus ist zu schliessen, dass beide Jungs gut wachsen.
Trotz aller Verspätung mit der Post letztes Jahr, haben wir das Schulmaterial im Juli fertig machen können. UND das Lehrmaterial fűr Jonans 4.Klasse und Timons 8.Klasse ist schon angekommen!
Aber erst einmal ein bisschen Ferien – Zelten am See und zur jährlichen Missionskonferenz fahren im Norden des Landes.
GENAU ZUR RECHTEN ZEIT
Letzte Woche hatte ich nun endlich das Kinderstundenmaterial fertig. Schon einige Einheimische und Missionare hatten gewartet, dass ich dies Material fertig mache, so dass die vielen, vielen Kinder in den Gemeinden auch angepasst unterrichtet werden können.
Ich ging zum Leiter einer Kirche hier und stellte ihm das Material vor. Er meinte: “Ich denke, du kommst ganau zur rechten Zeit. Nächste Woche kommen alle Kinderstunden Mitarbeiter zu einer Versammlung nach Mangochi. Da brauchen wir genau solche Bűcher!”
NEUER ABSCHNITT FŰR ANDREA
Am 26.Juli landete die kleine einmotorige Maschine der Air Malawi in Mangochi und unsere Andrea stieg als einziger Fluggast aus! Wie schön ist es, wieder eine ganze Familie zu sein und die Ferien zusammen zu geniessen. Andrea schloss ihr einjähriges Berufskolleg sehr gut ab und entschied sich nun doch noch das Abitur anzupacken. Ab September wird sie nun in Stuttgart wieder ein Gymnasium besuchen. Dazu wird sie wahrscheinlich umziehen, braucht aber noch eine Wohnung, idealerweise, meint sie, eine Wohngemeinschaft mit Christen.
GEHEN
Leider verliessen unsere Kollegen, Familie Skaggs, das Missionsfeld. Sie leisteten eine ganz tolle Arbeit in der Evangelisation in entlegenen Gegenden.
KOMMEN
Wir freuen uns auf eine neue Missionarsfamilie, die im August zu uns kommen wird. Sie brauchen noch ein Haus usw.
Fazani entscheidet sich
Er war einer der Dachdecker, die vor 2 Jahren unser Grasdach neu deckten. Die Regenzeit unterbrach die Arbeit und das folgende Jahr war er wieder fröhlich dabei. Ein Missionar im Kurzeinsatz űberwachte diesmal die Arbeit und hielt morgens kurze Andachten fűr die Arbeiter. Fazani stellte viele Fragen, denn er war Muslim. Die Arbeit wurde fertig und alle gingen in ihre Heimatdörfer. Vor ein paar Wochen kam Fazani an und erzählte: “Ich habe euch hier beobachtet und gesehen, wie ihr Jesus dient. Ich habe mich nun auch entschlossen, den Jesus-Weg zu gehen.”
Nach einem Gespräch, ging er fröhlich nach Hause, mit einer Bibel und einem Bibelstundenheftchen unter dem Arm.
Fazani besuchte uns wieder und meinte, dass das Bibelstundenbűchlein ihm viel helfe. Er liest täglich darin. Ausserdem wird er bald seine Frau auch kirchlich heiraten.
Danke, dass ihr so treu betet auch fűr die vielen Kontakte die wir hier haben.
Heimatdienst
Im Dezember sind es schon drei-ein-halb Jahre her, dass wir zu unserem 3.Term in Malawi ausreisten. Und so kommen wir am 9. Dezember 2002 wieder in Heimatdienst nach Deutschland. Wir werden auf dem Buchenauerhof wohnen.
Steiner Unterhalt: monatlich etwa Euro 1000 zu wenig
Spenden mit Vermerk: Fam.W.Steiner, DMG, VOBA Sinsheim Kto.269204 BLZ 67291900
Oder via die neue DMG-Stiftung: VOBA Kraichgau, Kto. 11 11116 BLZ 67291900
