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Winfried und Hildegard Steiner

MALAWI DEUTSCHLAND
Familie Winfried Steiner, c/o DMG, Buchenauerhof, 74889 Sinsheim
Tel. 07265/959362
w-steiner@bigfoot.com
Liebe Freunde! 22. Januar 2003
Hier oben kőnnt ihr es lesen: wir sind wohlbehalten in Deutschland gelandet. Eigentlich kamen wir schon am 9.Dezember an. Wie ihr aber wohl selber erlebt habt, nahmen die vorweihnachtlichen Vorbereitungen die meiste Zeit und Energie in Anspruch. Zusätzlich gab es noch eine Menge anderer Dinge, die wir bewältigen mussten. Aber nun der Reihe nach:

EINIGE HINDERNISSE (Wo sind die Űbersetzer geblieben?)
Oktober und November waren besonders heiβe Monate. Einige Missionare wurden krank und wir halfen. Ein anderer Missionar erlebte einen schweren Unfall und wieder halfen und beteten wir. Dann traf uns die Entmutigung noch persőnlicher.
Ein Űbersetzer war seit September in Kenya zur Weiterbildung.
Zwei Űbersetzer im Bűro.
Dann bekam der ältere Űbersetzer einen Schlaganfall und fiel aus.
Ein Űbersetzer im Bűro.
Eines Tages bekam er űberraschend einen Anruf, dass er seine Weiterbildungs Prűfung sofort in Sűdafrika machen solle.
Kein Űbersetzer im Bűro!
Gerade jetzt, wo doch so Vieles zu besprechen war in Blick auf unseren Heimatdienst in Deutschland!
ABER GOTT IS GROSS! Danke fűr die Gebete in dieser Zeit. Gott erhőrte sie: Der Űbersetzer bekam Sondergenehmigung, seine Prűfungen frűher abzulegen und konnte bald zurűck sein. Auch der Missionar, der den schweren Unfall hatte, ist am Genesen.

NEUE MISSIONARE!! (SIM Missionare in Mangochi)
Wann seid ihr zuletzt umgezogen, musstet den ganzen Hausrat verpacken?! Denkt nur daran, alle die kleinen und grossen Dinge, die sich űber die Zeit angesammelt haben, zu sortieren – was behält man, was wirft man weg…- was nehmen wir mit? Wie kann man den Hausrat packen wenn man die Dinge doch auch noch braucht (z.B. Kűchensachen, Wäsche…)? Inmitten diesem Trubel kamen nun die erbeteten Missionare, Familie Potts an: David und Pat, mit Kindern Rachel (6 J), Anna (3 J) und Joshua (18 M). David is Automechaniker und soll eines Tages Mechaniker ausbilden und geistlich betreuen. Innerhalb drei Wochen packten wir ein und sie packten aus,z.B. Kűchensachen, die ich dann brauchen konnte, während ich meine einpackte. Dabei mussten wir sie noch einfűhren in die Arbeit und ihnen alles űberhändigen. Tapfer lernten sie Vieles im Schnelldurchgang, trotz dem grossen Wechsel vom USA-Winter in den Malawi-Sommer, Zeitverschiebung und Einleben in ein fremdes Land. Während unseres Heimatdienstes wohnen sie nun in unserem Haus und halten Ausschau nach einem Grundstűck, auf dem sie ein Haus bauen sollen.

WER EINE REISE MACHT, KANN WAS ERLEBEN (wer flog mit uns?!)
Endlich waren alle Koffer gepackt. David fuhr uns zum nahegelegenen kleinen Flugfeld. Als wir dann im Flugzeug saßen, bemerkte ich, dass ich meine Stofftasche im Gefrierfach vergessen hatte! Ich hatte etwas Schokolade hart werden lassen wollen und auch mein Portemonaie, mit einer Bankarte, war dabei. Ja, so ist unser Malawianisches Konto ganz praktisch ‘eingefroren’! J
Während wir so in Lilongwe auf dem Flugplatz auf den internationalen Flug nach Europa warteten, kamen immer mehr Leute auf die Besucher Terasse. Warum? Ja, der President flog mit uns nach London!
Als wir in London endlich im Anschlussflug nach Frankfurt saßen, erklärte der Pilot, dass der Computer, der die Toiletten reguliert, nicht funktioniere. Also mussten wir alle wieder aussteigen, in ein anderes Flugzeug!
Mit zwei-ein-halb Stunden Verspätung kamen wir dann im eisigen Deutschland an.
36 Stunden waren wir unterwegs gewesen. Als Jonan dann aus dem Flughafengebäude trat, stockte er und rief: “Das ist ja kälter als unser Eisschrank!”

EISIGES DEUTSCHLAND (Einleben, Bűrokratie….)
Eigentlich genießen wir das kalte Wetter sehr, nach den heißen Monaten in Mangochi. Es war nur ein Problem, genűgend warme Kleidung und Schuhe zu bekommen. Dabei űberwältigte uns die große Auswahl und dann das Einschätzen, ob Preise akzeptabel sind, alles im neuen Euro! Aber immer wieder in andere Währungen sind wir gewohnt, nicht aber diese Bűrokratie; anmelden, verschiedene Formulare ausfűllen, Anträge fur dieses und jenes zu machen war recht verwirrend.
Erst 5 Tage nach unserer Ankunft konnten wir uns mit Andrea vereinen! Sie bleibt weiter in Stuttgart, wegen ihrer Schule und besucht uns őfters űbers Wochenende. Weihnachten feierten wir mit Winfrieds Familie und anschließend hatten wir 5 Tage Urlaub am Bodensee (nein, es war nicht nebelig, sondern oft sonnig!). Andrea und ich ritten sogar auf einem Kamel in einem Park in der Schweiz!

AUFWÄRMEN IN DEUTSCHLAND (was machen wir denn? Lange Ferien?)
Anfang Januar fing dann ‘der Ernst des Lebens’ an. Nach drei-ein-halb Jahren des Fernunterrichts, ging Jonan mit Bangen zum ersten Mal im Leben in eine őffentliche Schule. Er geht nun gerne und scheint einigermaßen mit zu kommen. Timon sucht noch ein paar gleichaltrige Freunde und wir Eltern haben einen herrlichen Urlaub?!
Nein. Eigentlich sind wir noch recht műde und műssen uns erst wieder bekannt machen mit dem Leben in Deutschland. (Wirklich? Ja. Nach so vielen Jahren in Malawi, haben wir uns dort nun so gut eingelebt, fűhlen uns dort zu Hause. Aber deshalb ist uns nun unsere eigene Kultur etwas befremdend, hat sich ja auch geändert, und műssen wir Vieles neu lernen.)
Winfried bearbeitet jetzt das Material, das wir fűr den Reisedienst gebrauchen wollen. Es ist echt toll, dass dieses Jahr “Das Jahr der Bibel” ist. Somit ist unsere Arbeit ganz aktuell : “Rund um die Yao Bibelűbersetzung”.
Also, wenn ihr etwas von unserer Arbeit hőren wollt, ruft uns an oder schreibt an uns, oder besucht uns!

Hoffentlich kőnnen wir bald viele von euch sehen